Jungpflanzen pikieren

Mit dem Pikieren geht es heute um einen wichtigen Teilaspekt des Gärtnerns. Es ist der Vorgang, den man unternimmt, wenn man vor ein paar Wochen in kleine Kisten ausgesät hat. Die Samen laufen dann auf und wachsen zu Jungpflanzen heran. Gewöhnlich sind sie dann noch zu klein, um direkt an die endgültige Stelle gepflanzt zu werden. Also topft man sie erst mal in Töpfe ein und lässt sie dort weiter wachsen.

Ein großer Vorteil dieser an sich sehr mühseligen Methode ist, dass man so Zeit und Platz in den eigentlichen Gemüsebeeten spart. Denn stellt euch vor, man hätte direkt gesät. Dann wäre der Platz schon weg gewesen. So könnt ihr dort erst mal Radieschen säen oder schnell wachsende Asiasalate. In der Zwischenzeit wachsen die Jungpflanzen in den Töpfen auf relativ engem Raum heran und wenn die Radieschen gegessen sind, haben sie den Platz für das dann schon erstarkte Junggemüse frei gemacht.

Und man spart jede Menge Saatgut im Vergleich zur Direktsaat.

Natürlich mache ich in meiner Gärtnerei bei gewissen Arten auch genau das, die Direktsaat. Dazu später aber mehr.

Olaf Schnelle

Olaf Schnelle

Ich bin Gärtner. Für mich hätte es keinen besseren Beruf geben können. So eng mit der Natur zu arbeiten und dabei sinnvoll Produktives zu tun, ist ein richtig schönes Ding. Nahrungsmittel zu schaffen, die diesen Namen im wörtlichen Sinne verdienen, ist ein essentieller Prozeß. Mein Anliegen ist, dies so zu tun, dass kreative Köche damit etwas schaffen, das für mich viel mit Kunst zu tun hat.

2 Kommentare

  • Peter Bergner sagt:

    Ihre Erfahrung und auch die Kenntnisse über Pflanzen und deren Aufzucht begeistert mich! auch das Sie mit der Fermentation
    gut bescheid wissen ist spannend! ich möchte das erlernen, für den Eigenbedarf. vielen Dank für den Newsletter. peter bergner

    • Olaf Schnelle Olaf Schnelle sagt:

      Hallo Herr Bergner, meine stille Hoffnung ist, junge Menschen begeistern zu können für die Schönheit des Gärtnerberufs. Er ist so vielfältig, wie kaum ein anderer. Selbst das Fermentieren von Gemüse zählt im weiten Sinn dazu.
      Das setzt natürlich voraus, dass man nicht in einer der riesigen Industrie-Monokultur-Gärtnereien arbeitet…
      Vielen Dank für Ihre netten Worte!
      PS: Natürlich sind auch alle anderen Menschen zum Mitlesen eingeladen;-)

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