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Botanischer Name: Aegopodium podagraria
- Familie: Apiaceae, Doldenblütengewächse
- ground elder (engl.), herbe-aux-goutteux (franz.), girardina silvestre (ital.)
- Synonyme: Geißfuß, Zipperleinskraut, Gichtkraut, Podagrakraut
- Herkunft: Europa, Asien
- Pflanze: Diese mehrjährige Pflanze wird ca. 35 cm hoch und blüht über dem Laub in weißen Dolden und breitet sich invasiv über Wurzelausläufer aus. Der Giersch wächst oft unter Gehölzen, macht aber auch vor sonnigen Staudenpflanzungen nicht halt. Diese Tatsache und die, dass der Giersch extrem widerstandsfähig gegen alle Bekämpfungsarten ist, das sind Gründe, warum der Gärtner nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbricht, wenn die Sprache auf dieses Kraut kommt. Um so größer ist das Erstaunen, wenn man mal Stampfkartoffeln mit grobgehacktem Giersch auftischt (das Kraut erst ganz zum Schluss zugeben, sonst wird es grau). Denn Giersch schmeckt wie eine Mischung aus Petersilie und Karotte. Vorausgesetzt, man erntet junge Blätter. Die sind glänzend, hellgrün und fast noch zusammengefaltet. Ältere Blätter ergeben nur noch ein sehr grobes Gemüse. Darum empfiehlt es sich also, den Giersch regelmäßig abzumähen. So bildet er immer neue junge Blätter und kommt nie in den Samen, was die Ausbreitung zumindest über diesen Weg sicher ausschließt.
Ein weiterer Aspekt ist interessant: Der Giersch wurde früher gegen rheumatische Beschwerden und Gicht eingesetzt. Dieses Phänomen ist leider unerforscht, aber die Namensgebung weist noch darauf hin.
Der bestgehasste Freund des Gärtners…
Allerdings nur des Gärtners der einen großen Garten sein Eigen nennt.
Hier erfüllt er die Eigenschaften, die man von einem Bodendecker erwartet. Ab und an Mähen und schon sieht er immer frisch aus.



