Fermentiertes im AlltagFermentationRezepte

Bohnensalat und weiße Bete mit Lavendel

Von 10. April 2019 3 Kommentare
Bohnensalat und weisse Bete mit Lavendel

In diesem KrautKopf-Rezept spielt die Weiße Bete mit Lavendel eine schöne Rolle. Wir haben sie weiße Bete fermentiert und vorsichtig mit Lavendel gewürzt. Dieses Produkt entwickelt sich langsam zum echten Geheimtipp! Und das, obwohl beides für sich nicht besonders reizvoll scheint. Aber in Kombination entsteht etwas wirklich Überraschendes und extrem Attraktives!

Menge: 2 Portionen

1 Knolle Fenchel (etwa 300g)
1 Zwiebel
natives Olivenöl
Salz
1/2 TL Fenchelsamen
100 g Weiße Bete mit Lavendel
240 g weiße Riesenbohnen (gekocht)
2 EL Lake der weißen Bete mit Lavendel
2 Stiele Dill
4 Scheiben Bauernbrot

Wenn es im stressigen Alltag schnell gehen muss und keine Zeit zum Kochen bleibt, dann belegen wir uns einfach unser Lieblingsbrot mit kurz gebratenem Gemüse, einem knackigen Salat oder Resten aus dem Kühlschrank. Fermente fehlen dabei nie, denn sie machen eine einfache Stulle schnell zum Gourmet-Sandwich.

Das Blattgrün der Fenchelknolle entfernen und beiseite legen. Den Fenchel halbieren, den Strunk herausschneiden und die Fenchelhälften in feine Spalten schneiden. Die Zwiebel ebenfalls in Spalten schneiden und zusammen mit dem Fenchel in einer Pfanne mit Olivenöl anrösten. Nach Geschmack salzen und vom Herd nehmen.

Die Fenchelsamen grob im Mörser zerstoßen, die weißen Bete mit Lavendel vierteln, die Spitzen des Dills vom Stil zupfen. Fenchelsamen, Bete, Bohnen, Lake des Ferments in die Pfanne geben, alles gut mischen und mit Salz abschmecken.
Das Brot in einer Pfanne rösten und den warmen Bohnensalat darauf anrichten. Mit Olivenöl beträufeln und mit Dill und Fenchelgrün garnieren.

Olaf Schnelle

Olaf Schnelle

Ich bin Gärtner. Für mich hätte es keinen besseren Beruf geben können. So eng mit der Natur zu arbeiten und dabei sinnvoll Produktives zu tun, ist ein richtig schönes Ding. Nahrungsmittel zu schaffen, die diesen Namen im wörtlichen Sinne verdienen, ist ein essentieller Prozeß. Mein Anliegen ist, dies so zu tun, dass kreative Köche damit etwas schaffen, das für mich viel mit Kunst zu tun hat.

3 Kommentare

  • Avatar Inge Nemitz sagt:

    Hallo Olaf Schnelle,
    Ich möchte Stangenbohnen schnippeln und fermentieren. Muss ich die Bohnen dann vorher blanchieren?
    Antwort wäre nett!
    Inge Nemitz

    • Olaf Schnelle Olaf Schnelle sagt:

      Hallo Inge, eine schwierige Frage. Es gibt so unterschiedliche Antworten darauf. Meine eigene Erfahrung ist die: unbedingt schnippeln, wenn Du sie roh fermentieren willst – die Bohnen bleiben oder werden sonst zäh – so ist es bei meinen Bohnen gewesen.
      Blanchieren oder ganz und gar 10 Minuten köcheln lassen hat zwei Vorteile: es macht sie weicher. Und du bist auf der sicheren Seite, was die Giftigkeit angeht.
      Ich habe mich nie an rohen Bohnen vergiftet. Aber es gibt da wohl größere Empfindlichkeiten. Kochen zerstört dieses Gift.
      Nur solltest Du dann mit einem Starter arbeiten. Schließlich tötet das Kochen auch die Milchsäure-Bakterien ab.
      Was ist ein geeigneter Starter? Nun anderes, noch rohes Gemüse, das Du mit zu den Bohnen ins Glas gibst (Zwiebeln, Chili, Bohnenkraut etc.) oder du gibst ein wenig Sauerkrautsaft (von rohem Sauerkraut!!!) dazu oder Brottrunk etc..
      Ich hoffe, das hilft ein wenig. Berichte mal über die Ergebnisse, würde mich sehr freuen.
      Schönen Tag noch!
      Olaf

      • Olaf Schnelle Olaf Schnelle sagt:

        Ergänzung: das Schnippeln der Bohnen verkürzt die Fasern. Die erwähnte Zähigkeit wird dadurch erträglicher. Denn die Stücke und deren Fasern sind dann eben kürzer. Das Fermentieren an sich nimmt auch den geschnippelten Bohnen nicht ihren Biss.

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