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Vorpommern-Kimchi und andere Neuheiten

Von 27. November 2019 Keine Kommentare
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Der Herbst 2019 war sehr turbulent! Zwei größere Beiträge im TV sowie eine Erwähnung in einem neuen Magazin haben uns ziemlich auf Trab gehalten. Es traf sich gut, dass die Gartensaison dem Ende entgegen lief. So konnten wir uns voll auf den Versand konzentrieren und parallel auf das Fermentieren unserer Erntebestände. Trotzdem kam es immer wieder zu Wartezeiten. Ich bitte dafür um Entschuldigung.

Produktionsprinzipien

Nur Sinnvolles

Natürlich wollen wir unsere Palette um immer neue Produkte erweitern. Dabei achten wir verstärkt darauf, dass es nicht allzu viel Redundanz gibt.  Niemand braucht die siebte Kombination von Roter Bete mit irgendwas. Noch sind diese zwar im Shop zu finden, aber wir werden sie peu a peu reduzieren. Du kannst mit ja mal in die Kommentare schreiben, was Deine Lieblingssorte ist. Das wäre prima – vielen Dank schon mal!

Ab sofort gilt aber, dass nur ins Sortiment übernommen wird, was auch sinnvoll ist. Was “sinnvoll” ist, entscheiden wir mehr und mehr danach, ob das Ferment ein besonderes Potential in sich trägt, das in noch keinem anderen Ferment zu finden ist. Das kann sehr unterschiedlich sein: Geschmack, gesundheitlicher Wert, Farbe, Konsistenz etc.

Heimische Rohstoffe

Wir achten in unserer Manufaktur auch sehr darauf, dass möglichst viele Rohstoffe in unserer eigenen Gärtnerei gewachsen sind oder aus den benachbarten Bio-Gärtnereien stammen. Möglichst alles soll heimisch sein. Gewürze, die nur in kleinen Mengen benötigt werden, dürfen auch mal aus Übersee stammen – ideologische Verhärtung hatte ich in meiner DDR-Jugend genug und satt erlebt.

Aber eigentlich gefällt es uns schon sehr, dass wir nun über eigene koreanische Chilis verfügen und dass Ingwer und Kurkuma eine tolle Sommernutzung unserer Folientunnel darstellen. Sie wachsen dort  überraschend gut (wenn man weiß, wie).

Die vier Neuheiten 2019

Eiszapfen-Kimchi

Um so mehr freue ich mich, dass nun endlich mein Eiszapfen-Kimchi fertig geworden ist. “Eiszapfen” sind Radieschen, die schlank, lang und weiß sind…. Sie haben eine wundervolle Schärfe und in dieser kimchi-artigen Fermentation haben sie auch nicht diesen typischen Pups-Geruch, der Kimchi im allgemeinen und fermentierten Radieschen im speziellen sonst so eigen ist. Dieses Kimchi ist frisch, scharf und wärmend zugleich. Und ein Turbo für die Magen-Darm-Flora.

Curtido  – nochmal besser

Dann haben wir einen Verkaufsliebling weiterentwickelt – unser beliebtes Curtido ist nochmals besser geworden. Wir haben ihm etwas Knollensellerie gegönnt – für das Umami – und deutlich mehr Chili und Paprika für die Schärfe. Auch haben wir Oregano eingesetzt statt Thymian. So, wie dieses Curtido nun frisch aus den Pötten kommt, ist es ein wahres Suchtmittel.

Goldenes Sauerkraut

Als drittes möchte ich ein Goldenes Sauerkraut ankündigen, dem ich eine große Zukunft vorhersage. Es besteht aus lauter gesunden Einzelkomponenten. Diesen Komponenten wird in der ayurvedischen Küche nachgesagt, dass sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung steigern!Hier sind es Weißkohl, Ingwer, Kurkuma und schwarzer Pfeffer sowie Knoblauch, Zwiebeln und Senfkörner.

Noch gibt es das nicht im Online-Shop (Stand 27.11.2019). Aber ich habe die Probencharge schon verkosten können. Sie war so gut, dass ich sie im Anschluss fast im Alleingang aufgegessen habe. (Sorry dafür, Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) Dieses Kraut jedenfalls ist ganz wunderbar und wunderschön ist es auch noch. Ich schätze, dass ich es noch vor Weihnacht versandfertig habe.

Karotten mit Johannisbeerholz

Als viertes und letztes will ich Karotten ankündigen: die haben wir ja bereits in der super leckeren Variante mit Holunderblüten. Als ich neulich aber zu Besuch in Frankfurt am Main war, habe ich Jochim Busch getroffen – er ist der Chefkoch des “Gustav“, welches ich schon einige Jahr mit meinem unfermentierten Grünzeug beliefern darf. Dort habe ich vor Jahren mal einen Fermentationskurs gegeben. Jochim fermentiert seit dem selbst. Und seine Karotten mit Johannisbeerholz haben mich umgehauen. Als ich zurück kam habe ich sofort 80 Kilo davon angesetzt. Die gibt es dann im Januar…

Olaf Schnelle

Olaf Schnelle

Ich bin Gärtner. Für mich hätte es keinen besseren Beruf geben können. So eng mit der Natur zu arbeiten und dabei sinnvoll Produktives zu tun, ist ein richtig schönes Ding. Nahrungsmittel zu schaffen, die diesen Namen im wörtlichen Sinne verdienen, ist ein essentieller Prozeß. Mein Anliegen ist, dies so zu tun, dass kreative Köche damit etwas schaffen, das für mich viel mit Kunst zu tun hat.

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