RezepteVom Koch

Bärlauch-Gnocchi mit geschmolzenen Tomaten

Von 17. März 2015 Keine Kommentare
Bärlauch ganz jung

Es ist März 2015. Die klassische Bärlauch-Jahreszeit. Der eigentliche Boom um dieses Wildkraut liegt schon ein paar Jahre zurück. Damals ernteten wir in einer Saison bis zu 10 Tonnen davon. Alles mit Hand. Nach so einer Saison war jede Pore des Körpers bärlauchgesättigt – ohne auch nur ein Gramm davon gegessen zu haben.

Nach dem Boom folgt die Normalisierung, was gut ist denn das führt zu einem ausgewogenen Umgang mit diesem Wildkraut. Denn dezent eingesetzt ist es durchaus delikat.

Und gesund sowieso.

Das man sehr edel mit diesem Kraut umgehen kann, zeigte mein Freund Ralf Hiener schon vor Jahren mit einem Rezept für die Zeitschrift “Brigitte” in der Nr. 10/2001!

Rezept für vier Personen

  • 500 gr. Speisequark (über Nacht abgetropft)
  • 120 gr. gesiebtes Mehl
  • 1Ei, 2 Eigelb
  • Salz, Muskat, Pfeffer aus der Mühle
  • 40 gr. feingeschnittener Bärlauch
  • Olivenöl zum Braten

Alle Zutaten gut miteinander vermengen und zwei Stunden im Kühlschrank beiseite stellen.

Auf einem bemehlten Tisch Rollen formen, mit einer Palette kleine Stücke abtrennen und diese in Salzwasser (mit einem Schuß Öl) so lange garen, bis die Gnocchi an der Oberfläche schwimmen. Auf einem Sieb abtropfen lassen, evtl. auf einem Tuch trocken legen. In Olivenöl von allen Seiten bei mittlerer Hitze braten.

  • 8 große Fleischtomaten,
  • 1 fein geschnittene Zwiebel,
  • Salz, Zucker,
  • Pfeffer aus der Mühle,
  • 1 Zweig Thymian,
  • Olivenöl

Die Tomaten enthäuten und grob vierteln. Die Zwiebelwürfel in Olivenöl etwas angehen lassen, die Tomaten und übrige Zutaten beigeben und so lange einkochen, bis ein Sugo, also fast ein Püree von Tomaten entstanden ist. Die Gnocchi mit den Tomaten auf tiefe Teller anrichten und je nach Gusto mit Mozzarella- oder Ziegenkäse nochmals überbacken.

Olaf Schnelle

Olaf Schnelle

Ich bin Gärtner. Für mich hätte es keinen besseren Beruf geben können. So eng mit der Natur zu arbeiten und dabei sinnvoll Produktives zu tun, ist ein richtig schönes Ding. Nahrungsmittel zu schaffen, die diesen Namen im wörtlichen Sinne verdienen, ist ein essentieller Prozeß. Mein Anliegen ist, dies so zu tun, dass kreative Köche damit etwas schaffen, das für mich viel mit Kunst zu tun hat.

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